Erste Anfragen über Social Media kommen meist nach einigen Wochen, planbar werden sie erst nach mehreren Monaten. In den drei Fallstudien auf dieser Seite lagen zwischen Projektstart und dem gemessenen Ergebnis vier bis sechs Monate. Am schnellsten geht es, wenn die Ärztin selbst vor der Kamera erklärt und die Praxis jede Anfrage zählt.
Planbar heißt: Sie wissen ungefähr, wie viele Anfragen in einem normalen Monat über Instagram kommen. Und diese Zahl hängt nicht mehr an einem einzelnen Beitrag, der zufällig gut lief.
Bis dahin braucht es Zeit, weil Vertrauen Zeit braucht. Wer abends durch Instagram blättert, sucht keine Behandlung. Er sieht eine Ärztin, die erklärt, und merkt sich vielleicht ihren Namen. Gebucht wird oft erst Wochen später, nach mehreren solchen Kontakten.
Deshalb sind die ersten Wochen kein Urteil über den Kanal. Ich beurteile Social Media frühestens nach vier Wochen. Ob es planbar ist, zeigt sich erst nach Monaten.
Dr. Hendrike Kampmann, Staufen bei Freiburg. Sie führt ihre Praxis für ästhetische Medizin mit dem Schwerpunkt Faltenbehandlung. Mit ihr habe ich eine Personenmarke aufgebaut und Instagram zum zentralen Kanal gemacht, mit Videos, in denen sie erklärt. Für den Zeitraum November 2025 bis Februar 2026, also vier Monate, nennt sie im Videointerview vom September 2026 ein Umsatzplus von mindestens 30 Prozent. Nach ihren Worten kommen heute 40 bis 50 Prozent ihrer Neukunden über Instagram. Aus drei Öffnungstagen wurde ein vierter. Die ganze Geschichte steht in der Fallstudie Dr. Hendrike Kampmann.
Harald Berger, Regensburg. Er hatte nach eigener Aussage Berührungsängste mit Social Media. Im Zeitraum Oktober 2025 bis März 2026, also in sechs Monaten, stieg seine Reichweite im Großraum Regensburg auf das 21-Fache. Reichweite heißt: wie viele verschiedene Menschen seine Beiträge gesehen haben. So nennt er es im Videointerview vom September 2026. Reichweite ist noch keine Anfrage. Aber ohne sie entsteht keine. Mehr dazu in der Fallstudie Berger Aesthetic & Laser.
Beide Fälle zeigen dasselbe: Vor dem Ergebnis lagen Monate, nicht Wochen. Und in beiden stand die Person im Mittelpunkt, nicht die Praxis als Logo.
Wie Instagram verlässlich wird, steht im Beitrag Wie lässt sich Instagram als verlässlicher Kanal für die Gewinnung von Selbstzahler-Patienten in der Ästhetik aufbauen? Welche Rolle Social Media neben den anderen Wegen zu Patientinnen spielt, beantwortet der Beitrag Welche Kanäle bringen in der Ästhetik die besten Patientenanfragen? Und im Journal: Reels und Personenmarke für Ärztinnen und Ärzte.
Diese Zeiten gelten für Praxen mit Selbstzahlerleistungen, deren Ärztin bereit ist, regelmäßig selbst zu erklären. Wer lieber im Hintergrund bleibt, kann über Instagram trotzdem wachsen, es dauert dann aber länger. Für solche Praxen tragen Google und Empfehlungen oft mehr. Wer in den nächsten vier Wochen einen leeren Kalender füllen muss, ist mit Social Media allein nicht gut beraten. Dafür passen Google Ads besser, sofern in Ihrer Stadt nach Ihren Behandlungen gesucht wird. Und ist Ihr Kalender auf Monate ausgebucht, bringt mehr Reichweite wenig.
Für den Anfang reicht ein fester Termin im Monat, an dem mehrere kurze Videos entstehen. Wichtiger als die Menge ist, dass jedes Video eine Frage Ihrer Patientinnen beantwortet.
Anzeigen bringen Ihre Videos schneller zu mehr Menschen. Vertrauen kaufen sie nicht. Sie lohnen sich, sobald Sie wissen, welche Videos Fragen auslösen.
Meist eines von drei Dingen. Die Beiträge zeigen Bilder statt einer Ärztin, die erklärt. Es fehlt ein einfacher Weg zur Anfrage. Oder niemand zählt, woher die Patientinnen kommen.
Ja, sobald der Ablauf steht. Dr. Hendrike Kampmann führt ihre Inhalte heute eigenständig weiter. Bis dahin braucht es jemanden, der die Themen vorbereitet und die Ergebnisse misst.