Verteilen Sie das Budget nach Aufgaben, nicht nach einer festen Prozentregel. Zuerst kommt die Grundlage, die jeden Kanal trägt: eine Website, die die Fragen Ihrer Patientinnen beantwortet, und ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil. Danach kommen Google Ads für Behandlungen, nach denen in Ihrer Stadt gesucht wird. Meta Ads erreichen Menschen, die noch nicht suchen oder Ihre Seite schon kennen. Verschoben wird erst, wenn jeder Kanal vier Wochen getrennt gemessen wurde.
Im Netz finden Sie viele Tabellen mit festen Anteilen, etwa die Hälfte für Google und je ein Viertel für den Rest. Solche Tabellen stammen meist aus dem Onlinehandel. Eine ästhetische Praxis verkauft aber keine Turnschuhe. Sie verkauft Vertrauen in eine Ärztin, und das entsteht über mehrere Kontakte.
Dazu kommt Ihre Stadt. In einer Großstadt wird nach vielen Behandlungen gesucht, in einer Kleinstadt nach wenigen. Eine Regel, die beides gleich behandelt, verteilt Geld nach Gefühl. Deshalb frage ich zuerst: Welche Aufgabe hat jeder Kanal in Ihrer Praxis?
SEO ist die Grundlage. SEO heißt, dass Ihre Website in Suchmaschinen und in KI-Antworten wie ChatGPT gefunden wird, ohne dass Sie pro Klick zahlen. Dazu gehören Antwortseiten zu den Fragen Ihrer Patientinnen. Dazu gehören auch ein vollständiges Google-Unternehmensprofil und echte Bewertungen. Das wirkt langsam, oft erst nach Monaten. Aber jeder bezahlte Klick landet später auf genau dieser Website. Ist sie schwach, verbrennt jede Anzeige Geld.
Google Ads holen die ab, die schon suchen. Wer „Lidstraffung Regensburg“ eingibt, hat sich schon entschieden, sich zu informieren. Hier lohnt sich Geld, sobald in Ihrer Stadt nach Ihren Behandlungen gesucht wird. Wie Sie dabei die Kosten im Griff behalten, steht im Beitrag Wie lassen sich Google Ads für eine ästhetische Praxis profitabel einsetzen? Wie viel Sie für den Anfang einplanen, beantwortet der Beitrag Wie viel Budget sollte eine ästhetische Praxis für Google Ads einplanen?
Meta Ads erreichen die, die noch nicht suchen. Auf Instagram und Facebook zeigen Sie Menschen Ihre Ärztin, bevor diese überhaupt an eine Behandlung denken. Und Sie bringen sich bei denen in Erinnerung, die schon auf Ihrer Website waren. Anfragen kommen hier später, dafür erreichen Sie viel mehr Menschen als über die Suche.
Von Ihrer Praxis brauche ich wenig. Ich brauche die Zugänge zu Website und Werbekonten. Die Ärztin geht einmal im Monat vor die Kamera. Und das Team fragt jede neue Patientin nach ihrem Weg.
Christoph Ullmann führt mit Dr. Šejla Džanić die MyBeauty Clinic in Nürnberg. So beschreibt er es im Videointerview vom September 2026. „Ich kann sehr früh aussteuern und sagen, wo legt man Budget rein und wo nicht.“ Darum geht es: Über das Budget entscheiden die Zahlen der eigenen Praxis, keine Tabelle aus dem Netz. Sein ganzes Interview steht in der Fallstudie MyBeauty Clinic.
Sie passt für Praxen mit Selbstzahlerleistungen, die planbarere Anfragen wollen. Besonders dann, wenn heute schon Geld in Anzeigen fließt, aber niemand genau sagen kann, was davon zurückkommt. Weniger passt sie, wenn Ihr Kalender auf Monate ausgebucht ist. Dann bringt mehr Werbung wenig. Wichtiger sind dann Ihre Preise. Und wer eine Tabelle sucht, die er ohne Messung übernehmen kann, wird hier keine finden. Das wäre nicht ehrlich.
Das hängt davon ab, wie oft in Ihrer Stadt nach Ihren Behandlungen gesucht wird. Gibt es viele Suchen, kann Google den größten Teil tragen. Gibt es wenige, ist mehr Geld bei Meta und auf der Website besser aufgehoben.
Ja, weil es auch dann weiterwirkt, wenn Sie keine Anzeigen schalten. Und weil KI-Systeme wie ChatGPT Ihre Website lesen, bevor sie eine Praxis empfehlen. Rechnen Sie mit Monaten, nicht mit Wochen.
Nein. Die Grundlage zuerst, dann der Kanal, der zu Ihrer Stadt und Ihren Behandlungen passt. Der zweite kommt dazu, wenn der erste gemessen läuft.
Wenn Sie nicht sagen können, aus welchem Kanal Ihre letzten zehn Patientinnen kamen. Dann fehlt zuerst die Messung. Fragen Sie ab sofort jede neue Patientin, wie sie zu Ihnen gefunden hat.