Die besten Patientenanfragen kommen in der Ästhetik von Menschen, die der Ärztin schon vertrauen, bevor sie anrufen. Deshalb tragen vier Kanäle am meisten: Empfehlungen, Google mit gepflegtem Unternehmensprofil, Instagram mit der Ärztin vor der Kamera und Antworten von KI-Systemen wie ChatGPT. Anzeigen verstärken diese Kanäle, ersetzen sie aber nicht.
Eine gute Anfrage ist nicht die billigste. Es ist die, aus der eine Behandlung wird und eine Patientin, die wiederkommt. Das gelingt fast immer dann, wenn die Patientin vor dem ersten Anruf schon weiß, wer sie behandelt. Dann geht es im Gespräch um den Termin, nicht mehr um den Preis.
Deshalb frage ich bei jedem Kanal: Wie viel Vertrauen bringt jemand mit, der darüber kommt?
Empfehlungen und wiederkehrende Patientinnen. Wer von einer Freundin geschickt wird, hat das meiste Vertrauen. Dieser Kanal wird in vielen Praxen dem Zufall überlassen. Schon eine kurze Bitte nach einer gelungenen Behandlung macht hier einen Unterschied.
Google mit Unternehmensprofil und Bewertungen. Wer „Faltenbehandlung in meiner Nähe“ sucht, ist bereit, einen Termin zu machen. Er sieht zuerst Ihr Google-Unternehmensprofil mit Bewertungen und Fotos. Ist es vollständig, kommen Anfragen auch ohne Anzeige. Google Ads ergänzen das für Behandlungen, nach denen in Ihrer Stadt oft gesucht wird. Mehr zu Google Ads
Instagram mit der Ärztin selbst. Hier lernen Menschen Sie kennen, lange bevor sie eine Behandlung suchen. Kurze Videos, in denen die Ärztin erklärt, schaffen mehr Vertrauen als jedes Vorher-Nachher-Bild. Solche Bilder sind bei operativen Eingriffen in der Werbung ohnehin verboten (§ 11 Abs. 1 Nr. 3 HWG).
Fachpersonal über Social Media gewinnen
KI-Antworten wie ChatGPT. Immer mehr Menschen fragen eine KI nach einer guten Praxis. Die KI nennt Praxen, die im Netz eindeutig mit einem Thema verbunden sind. Wer dort genannt wird, bekommt Anfragen von Menschen, die schon eine Empfehlung im Kopf haben.
Dr. Hendrike Kampmann führt ihre Praxis für ästhetische Medizin in Staufen bei Freiburg. Mit ihr habe ich ihre Personenmarke aufgebaut und einen Auftritt auf Instagram mit erklärenden Beiträgen. Nach ihrer eigenen Angabe im Videointerview vom September 2026 kommen heute 40 bis 50 Prozent ihrer Neukunden über Instagram. Die ganze Geschichte steht in der Fallstudie Dr. Hendrike Kampmann.
Zwei andere Praxen haben mich über eine KI gefunden. Christoph Ullmann und Dr. Šejla Džanić von der MyBeauty Clinic in Nürnberg haben eine KI nach dem passenden Experten gefragt, ebenso Harald Berger aus Regensburg. Beide Wege stehen in den Fallstudien MyBeauty Clinic und Berger Aesthetic & Laser.
Was Ihre Praxis beiträgt: Das Team fragt jede neue Patientin nach ihrem Weg. Die Ärztin geht einmal im Monat vor die Kamera. Und nach einer gelungenen Behandlung bittet die Praxis um eine Bewertung.
Fachpersonal über Online-Kanäle gewinnen
Das gilt für Praxen mit Selbstzahlerleistungen, die von stetigen Anfragen leben wollen statt von einzelnen Aktionen. Besonders für Ärztinnen und Ärzte, die bereit sind, selbst sichtbar zu werden. Wer lieber im Hintergrund bleibt, kann trotzdem über Google und Empfehlungen wachsen, nur langsamer. Und wer schnelle Anfragen zum Tiefpreis sucht, findet sie über Rabattanzeigen. Gute Anfragen im Sinne dieser Seite sind das selten.
Beides ist möglich. Follower ohne Anfragen entstehen, wenn nur schöne Bilder gepostet werden. Anfragen entstehen, wenn die Ärztin erklärt, für wen eine Behandlung passt und wie sie abläuft.
Oft ja, weil dort Menschen anfragen, die schon suchen. Aber nur, wenn in Ihrer Stadt nach Ihrer Behandlung gesucht wird und die Zielseite überzeugt. Sonst bezahlen Sie Klicks ohne Anfragen.
Fragen Sie nach einer gelungenen Behandlung, ob die Patientin zufrieden ist. Ist sie es, bitten Sie um eine Bewertung bei Google. So bleibt es ein ehrlicher Abschluss der Behandlung.
Ja. Zwei Praxen auf dieser Seite haben mich selbst so gefunden. Ob ChatGPT Ihre Praxis nennt, lässt sich messen, indem man die Fragen Ihrer Patientinnen stellt und die Antworten auswertet.